Rundschreiben November 2009

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe MITstreiter!

Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende. Zwar geht es vielen Unternehmen in jüngster Zeit wieder etwas besser, aber wir alle haben das Gefühl, es ist ein zerbrechlicher Aufschwung, der sich hier zeigt. Noch müssen viele Unternehmen im Märkischen Kreis kurz arbeiten, anderen Unternehmen geht so langsam das Geld aus. Also gibt noch lange keinen Grund zur Entwarnung.

Vor allem dürfen wir auch deswegen keine Entwarnung geben, weil viele Ursachen, die zu dieser Finanzkatastrophe geführt haben, überhaupt nicht beseitigt wurden. Banken in den USA, in Großbritannien und Deutschland machen einfach so weiter, wie bisher. Nur mit einem Unterschied: der Steuerzahler ist Milliarden von Dollars und Euros losgeworden,

die niedrigen Zinsen machen die Banken wieder reich und die Manager genehmigen sich Boni in Rekordhöhe. General Motors hat nach Sekunden der Demut wieder zur alten Rotzigkeit zurückgefunden und möchte seine grandiose Unternehmensführung auch weiterhin auf Kosten von Opel beweisen. Ich könnte hier viele Beispiele aufführen, die jedem Verteidiger der mitfühlenden Sozialen Marktwirtschaft die Zornesröte ins Gesicht treibt.

Wird die neue Bundesregierung diese Verhältnisse ändern? Die ersten Signale sind verwirrend. Wir haben kein Geld, aber wir wollen Steuern senken. Und wir fangen mit der Mehrwertsteuer für das Gaststättengewerbe an? Ich hoffe, dass die neue Bundesregierung nicht anfängt, sich in kleinlicher Klientelpolitik zu verzetteln. Die MIT im Märkischen Sauerland zählt dabei vor allem auf den gesunden Menschenverstand unseres Abgeordneten Matthias Heider, der im Anschluss seine ersten Eindrücke des Politikbetriebes in Berlin wiedergibt.

Zum Neuen Jahr wünsche ich uns allen, dass wir die schwere Zeit gut überstehen, dass wir gesund bleiben und Kraft, Mut und Hoffnung behalten. Ich wünsche uns gute Ideen und gute Freunde, die uns unterstützen können.

Ich würde mich freuen, wenn wir uns auf einer der Weihnachtsfeiern der MIT in Iserlohn oder Lüdenscheid persönlich treffen könnten. Falls nicht, sende ich Ihnen auf diesem Weg die besten Wünsche für ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr!

Ihr

Ralf Schwarzkopf